Ende in Longyearbyen und Heimreise

Wir waren vor dem Hafen angelangt, es war aber kein Liegeplatz frei. Da zeigten York und seine Leute ein feines Anlegemanöver an einer Stelle, die nie und nimmer dafür vorgesehen war. Dennoch legten sie Lovis so sicher an die Leine, das es eine große Freude war nur zuzusehen, aber wir durften ja sogar mitten dabei sein.
Wir gingen an Land, machten verschiedene Einkäufe für den letzten Abend an Bord und die Heimreise. Vor allem kauften wir Lebensmittel für die Dreitagestour der Kinder, die ja wieder mit der Bahn durch ganz Schweden fahren mussten.
Der letzte gemeinsame Abend war nicht allzu fidel und auch nicht rührselig, manchmal war es aber durchaus lustig. Wir waren alle müde und fertig und das Flugzeug der ersten ging schon in aller Frühe. Wir Zurückbleibenden übernahmen freiwillig das Reinschiffmachen für die nächste Gruppe, die an Bord kommen würde.
Dann kam auch für uns der Abschied von Lovis, der Platz wurde von den Nächsten beansprucht und die Bordcrew wollte auch einmal ein paar Stunden am Stück schlafen,ohne sich um eine Fuhre Fleisch wie uns kümmern zu müssen. Ein netter Mensch unserer Nachfolger brachte uns und unser Gepäck die 3km zum Flughafen und nun waren wir wieder 24 Stunden auf uns allein gestellt bis am nächsten Morgen gegen 5.00Uhr unsere Flugzeuge mit nur 30min Abstand starten sollten. Es war kalt, langweilig, ungemütlich und kraftraubend. Gabriel schläft in allen Lebenslagen, aber Leonore und mir war das nicht vergönnt. Am Ende der Kräfte und total übermüdet stieg ich in das Flugzeug, schlief ein paar Minuten nach dem Start ein und erwachte erst beim Landeanflug in Oslo. Ich rief zu Hause an und berichtete vom guten Ausgang unseres Abenteuers. 1 1/2 Stunden später saß ich im Flugzeug nach Berlin und verschlief auch diesen Flug, diesmal sogar bis zum Aufsetzen. Das brachte mir Ohrenschmerzen ein, denn im Schlaf hatte ich ja nicht geschluckt und der Überdruck bekam meinen Trommelfellen nicht gut. Dann war da schon mein bestellter Taxifahrer und eine weitere 3/4 Stunde später wurde ich zu Hause von meiner Frau begrüßt. Sie betrachtete mich von oben bis unten und meinte, dass, wenn man mich an die Wand klatschte, ich wohl kleben bleiben würde. Da begab ich mich stracks in die Badewanne um diesen Zustand zu beenden.
-Ende-